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„Dem Einbrecher die Zeit stehlen“

Im Rahmen der Kooperation zwischen dem BWV und der Polizei unterstützen wir die Mitglieder der Genossenschaft bei der Absicherung ihrer Wohnung.

Im Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz berät u.a. Marion Rochel die Mieter, die in ihrer Wohnung sicherer leben wollen. „Die Menschen sind heute zum Glück sehr viel sensibler geworden und lassen sich viel häufiger als früher durch uns beraten, bevor etwas passiert ist“, freut sich die Kriminalhauptkommissarin über den Erfolg ihrer Dienststelle. Seit sechs Jahren berät Marion Rochel die Besucher im Ausstellungsraum über die verschienden Sicherungsmaßnahmen beispielsweise an Türen und Fenstern. "Dabei geht es vor allem darum, dass wir dem Einbrecher Zeit stehlen“, sagt die Beamtin und freut sich über ihr Wortspiel.
Wie wichtig dieses Ziel ist, erschließt sich dem Besucher spätestens nach fünf bis sieben Sekunden, die die Polizistin benötigt, um ein normales Fenster mit einem normalen Schraubenzieher aufzuhebeln. „Die mechanischen Sicherungsmaßnahmen, die wir hier zeigen, halten einem Einbruchversuch mindestens zehn Minuten stand, eher sogar länger.“ Zeit ist für Einbrecher wertvoll und sie verschwenden sie nicht an ihren möglichen Ehrgeiz, doch noch den Einbruch zu schaffen. „Durch mechanische Sicherungen und aufmerksame Nachbarn bleibt etwa die Hälfte der Taten unvollendet“, weiß die Hauptkommissarin.
Neben Riegeln, Schlössern und zusätzlichen Zapfen in Fenstern kommt aber auch der guten Nachbarschaft eine oftmals entscheidende Rolle beim Einbruchschutz zu. „Der typische Einbrecher ist weder dunkel gekleidet noch sieht er irgendwie nach Einbrecher aus. Und er kommt auch nicht hauptsächlich, wenn es dunkel ist“, räumt Marion Rochel mit Vorurteilen auf.
„Wir haben auch schon Schwangere oder Kinder gehabt, die „Schmiere“ stehen“, weiß die Beamtin aus Erfahrung. Sie rät dazu, immer zu prüfen, wer ins Haus will, bevor die Haustüre geöffnet wird. Und: „Achten Sie auf Fremde im Haus und sprechen Sie sie an. Fragen Sie, ob Sie helfen können. Allein das vereitelt viele Taten, weil Einbrecher befürchten, dass man sie beschreiben kann.“ Einbrecher schellen nicht nur an, sie horchen auch an der Tür, ob jemand daheim ist. „Wenn dann überraschend doch jemand öffnet, schwenken manche Einbrecher um zu einem Betrugs-Trick, etwa indem sie um ein Glas Wasser bitten, um in die Wohnung zu kommen.“

Daher könne es durchaus sinnvoll sein, bei Abwesenheit ein Radio laufen zu lassen. Aber Marion Rochel hat noch weitere wichtige Tipps: „Sorgen Sie dafür, dass Ihre Wohnung bei längerer Abwesenheit einen bewohnten Eindruck vermittelt. Bitten Sie Nachbarn oder Ihre Familie, den Briefkasten zu leeren und regelmäßig das Rollo zu schließen und zu öffnen.“ Wichtig ist natürlich auch, die eigene Wohnung wirklich abzuschließen, auch wenn man sie nur kurz verlässt. „Es reicht nicht, die Türe ins Schloss zu ziehen.“ Mit Nachdruck möchte die Kriminalhauptkommissarin eine Bitte der Polizei vermitteln: „Alarmieren Sie in dringenden Verdachtsfällen die Polizei lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Wenn Sie die 110 anrufen und es stellt sich als Fehlalarm heraus, wird Sie deswegen niemand kritisieren, im Gegenteil, und der Einsatz kostet Sie auch nichts.“

Mit Fensterriegeln, Türschlüssern und anderen Maßnahmen kann man seine Wohnung nachhaltig sicherer machen. Der Beamtenwohnungsverein hilft seinen Mitgliedern dabei, indem er 50 Prozent der Kosten, maximal 400 Euro, dazu zahlt. Dafür stehen insgesamt 10.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Voraussetzung ist, dass sich die Mitglieder zunächst von der Polizei beraten lassen und dann eine von der Polizei zertifizierte Fachfirma mit den Arbeiten beauftragen. Sollten Sie einmal aus Ihrer so gesicherten Wohnung ausziehen, müssen die Sicherungseinbauten allerdings drin bleiben. Rufen Sie bitte vor der Beauftragung die Geschäftsstelle unter Tel. 380 682 611 an.

 
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